Eine Antwort auf den Artikel der TAZ

Ein Statement der Zeitgeist Bewegung auf den Artikel in der TAZ vom 21.10.2011

Das derzeitige Wirtschaftssystem fällt auf der ganzen Welt auseinander.
Aktuell beginnen wir die Konsequenzen eines gesellschaftlichen Denkmusters zu spüren, welches annimmt, dass wir unendlich wachsen können. Wir kaufen und konsumieren permanent, egal wie viele Ressourcen wir haben. Dies kreiert zwangsläufig einen Kollisionskurs mit der Natur, da die Erde im Kern ein geschlossenes System ist. So steuern wir in Anbetracht unserer Umwelt auf einen Punkt zu, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Die Menschen, die in dieser Zeit zusammen kommen, bemerken, dass unsere Führer nicht mehr in der Lage sind, die Komplexität unserer Krisen zu erfassen, geschweige denn zu beherrschen. Die Menschen haben daher das Gefühl, dass sie nun selbst gefordert sind, die Verantwortung zu übernehmen und vernetzt nach neuen Konzepten und Lösungen zu suchen. Dabei reißen sie die Mauern aller Ideologien ein, um aus dem Alten Neues zu schaffen. Alles wird hinterfragt und jeder ist eingeladen, seine Idee auf dem Prozess zum Neuen einzubringen. Jeder wird respektiert und mitgenommen.

Die Befürworter der Richtung und Ideen des Zeitgeist Movements hatten sich mit dem gleichen Gefühl bereits vor drei Jahren auf den Weg gemacht und begonnen, das Modell einer auf Ressourcen basierenden Wirtschaft nach der Feder von Jacque Fresco aufzugreifen und im aktuellen Stand der Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Dabei sind sie genauso vorgegangen: Sie treffen sich ohne Führer unter Gleichen. Umso mehr ist hierbei jeder Mensch sein eigener Führer, Lehrer, Schüler und Meister zur gleichen Zeit. Ebenso wie in der Occupy-Bewegung gibt es keine zentrale Steuerung. Niemand und Alle sprechen über den Stand der aktuellen Ideen und Projekte. Die Bewegung lebt von Transparenz  und aktiver Mitgestaltung. Die Konzepte sind nicht abgeschlossen, sondern befinden sich in einem fortwährenden Prozess der Verbesserung.

Wenn sich nun zwei in gleicherweise organisierende Bewegung mit dem gleichen Ziel einer nachhaltigen, sozialen Wirtschaft treffen und die eine Bewegung schon etwas voraus ist, dann mag der Eindruck entstehen, dass nun seitens der einen Bewegung versucht wird, der anderen die vorhandenen Ideen aufzudrängen. Aber genau das ist nicht beabsichtigt. Die Ideen werden auf den Prüfstand gestellt. Was nicht passt, wird entfallen. Aber viel wichtiger ist es, wenn auf den schon beackerten Boden weiterer Dünger fällt und er noch fruchtbarer wird. Und das geht nur, wenn der Geist geöffnet wird und auf beiden Seiten mit Verstand sowohl konstruktive Kritik als auch weitere Ideen bearbeitet werden.

Und ein solches Vorgehen kann doch nur von allen Menschen, die sich dieser neuen, internationalen Bewegung schon angeschlossen haben und noch anschließen werden, nur befürwortet werden. Wir wünschen den Redakteuren der TAZ etwas mehr Fingerspitzengefühl und mehr Muße für ihre Recherche der zukünftigen Artikel.

Siehe auch: Antwort des Zeitgeist Movement Chapter Frankfurt

ÜBER: Die Zeitgeist Bewegung ist eine nicht-zentralisierte Non-Profit-Organisation, die mit mehr als 1.100 Chaptern in fast jedem Land der Erde den Kern für eine weltweite Graswurzelbewegung bildet. Sie besteht aus miteinander kommunizierenden und kooperierenden Menschen, die überzeugt davon sind, dass die grundlegenden Regeln unseres Zusammenlebens neu überdacht werden müssen. Die Philosophie der Bewegung beabsichtigt durch die Befürwortung eines gesunden Verständnisses über das, was wir wirklich sind, die fundamentalen Notwendigkeiten und das umweltliche Bewusstsein unserer Spezies wiederherzustellen, in auf Logik basierender Verbindung wie Wissenschaft, Natur und Technologie (eher als Religion, Politik und Geld) den Schlüssel unseres persönlichen Wachstums innehalten, nicht nur als individuelle, empathische Menschen, sondern vielmehr als eine Zivilisation, strukturell und geistig.

“Sei die Veränderung, die Du im Leben sehen willst” -Gandhi-