Monsanto Marsch Aktivismus: ein Statement vom Zeitgeist Movement

Dies ist eine Nachricht vom Zeitgeist Movement

Im Zuge des massiven Aufmarsches gegen Monsanto, welcher am 23. Mai in vielen Ländern stattfinden wird, fühlen wir uns zu diesem Statement motiviert. Die Beweggründe der Menschen im Rahmen des Aufmarsches sind vielfältig, doch diese Proteste haben eines gemeinsam: die Ablehnung der skrupellosen Aktivitäten des Konzerns Monsanto.

zeitgeist movement statement zu Monsanto

Wir stellen fest, dass Monsanto aufgrund des realen und potentiellen Schadens, den die Produkte dieses Konzerns auf die menschliche Gesundheit, auf tierisches und pflanzliches Leben und die Umwelt insgesamt haben, eine der weltweit kontroversesten Firmen war und immer noch ist. Der Konzern bestritt unzählige Klagen, und die öffentliche Wut über das Unternehmen steigt stetig an.

Das Unternehmen Monsanto entstand im Jahre 1901 in Saint Louis, Missouri (USA), wo es immer noch seinen Hauptsitz hat. Zu Beginn produzierte das Unternehmen lediglich den künstlichen Süßstoff Saccharin. Doch dann entwickelte sich der Konzern zu einem Unternehmen der Chemieindustrie und stellte eine Anzahl von chemischen Produkten her wie Schwefelsäure, PBCs (polychlorierte Biphenyle), Plastik und synthetische Fasern. In den 1940ern begann Monsanto jedoch mit der Produktion von Chemikalien für die Landwirtschaft wie DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan – ein farb- und geruchloses, nicht wasserlösliches Insektizid), welches bis 1972 zur Anwendung kam und dann von der EPA, der Umweltschutzbehörde der USA, verboten wurde. In den letzten Jahren hat sich der Chemiekonzern Monsanto zu einem Agrarunternehmen entwickelt. Nun ist Monsanto dafür bekannt, der Hersteller für das Unkrautbekämpfungsmittel „Round Up“ (Glyphosat) und der Hauptproduzent von genmanipuliertem Saatgut zu sein.

Monsanto-Produkte-Liste der Firmen

Durch diese Methode kontrolliert Monsanto einen Großteil des Agrarsektors innerhalb der Lebensmittelindustrie.
Dieser Sektor besteht aus einer weltweiten Netzwerkstruktur,
welche den Gebrauch von Zubehör, Produktion, Verarbeitung und den Handel von agrar-wirtschaftlichen Produkten abdeckt. Daraus erwächst eine Verzweigung agrarwirtschaftlicher Geschäfte, die gegenwärtig durch große transnationale Konzerne kontrolliert werden. Was Firmen wie Monsanto anstreben, ist die komplette Kontrolle über das Agrar- und Lebensmittelsystem der Welt. Momentan wird dieses System monopolisiert durch wenige Konzerne – namentlich Monsanto,
Cargill, Nestlé, Unilever und ConAgra.

Die starke vertikale Integration des Systems erzeugt monopolistische Beziehungen, die die Autonomie der Landwirte beeinträchtigen.
Die wachsende Abhängigkeit von der Bereitstellung von Saatgut, Zubehör und Technologien wird begleitet von einer geschwächten Verhandlungsposition der Bauern. Im Gegenzug erhöht das große agrarindustrielle Kapital seine Profitabilität, indem es der gesamten Nahrungsmittelkette Bedingungen auferlegt, angefangen bei der Art
des Saatgutes, den Preisen, zur Produktqualität, zum Transport bis
hin zur Darbietung der Produkte.

Wie bereits erwähnt, ist Monsanto der Hauptproduzent von genetisch veränderten Organismen (GVO), häufig auch transgene Organismen genannt. Die meisten dieser pflanzlichen Organismen sind so entworfen worden, dass der Gebrauch von Chemikalien der gleichen Firma zwingend notwendig wird. All dies resultiert in einem Abhängigkeits-modell: Das Agrargeschäft transnationaler Konzerne, wie es von Monsanto betrieben wird, strebt nach der Erzeugung von Abhängigkeiten der Landwirte und Kleinbauern.

Das Ziel ist der Verkauf von transgenem Saatgut, womit die besten Resultate nur erzielt werden können, wenn es von dem entsprechenden Technologie-Paket begleitet wird, das dieselbe Firma anbietet. Dies ist eine fortwährende Tendenz, der sich Menschen unter den Regeln des Marktes, basierend auf Wettbewerb und Profitmaximierung, annähern, was zwangsläufig zur Schaffung von Oligopolen führt.

Der Konzern Monsanto hat seit seiner Gründung im 20. Jahrhundert angesichts der Ambitionen seiner Vorstände ein Imperium aufgebaut, das auf Korruption und ökologischer sowie sozialer Gleichgültigkeit basiert und in seiner Größe mit anderen heute existierenden Großkonzernen vergleichbar ist.

Die Hauptfrage ist, wäre es nicht Monsanto gewesen, welche andere Firma wäre es dann geworden? Wahrscheinlich eine, die Monsanto Beihilfe leistet, wie Cargill, Dupont, Bayer und Syngenta. Warum? Denn, wenn es Monsanto nicht gäbe, würden die Marktregeln dennoch dieselben sein, Monetarismus würde trotzdem genauso funktionieren, wie er jetzt funktioniert.

In unserem Geldsystem ist die größte Motivation das Streben nach Profit. Das ist die dominante Mentalität im monetären System und diejenigen, die sich in der Position von großem Wohlstand befinden (materieller „Erfolg“), sind gewöhnlich die Grausamsten. Die psychologisch-soziologischen Auswirkungen, die durch vorrangiges Profitstreben hervorgerufen werden, haben einen enormen Einfluss auf das menschliche Verhalten.

Die Geschichte hat gezeigt, dass das Vorherrschen von Profitstreben in der Tat eine Krankheit ist, die nicht nur das persönliche und gesellschaftliche Miteinander vergiftet, sondern auch die Umwelt, von der wir abhängig sind.
Das Problem ist systembedingt, es liegt nicht in einer Firma begründet. Wenn wir nicht die fundamentalen Ursachen von Problemen beseitigen, werden sie immer wieder und wieder auftreten. Gegen eine bestimmte Firma zu protestieren, wird also nicht das Grundübel eliminieren, aus dem heraus solche Firmen existieren. Das Sprichwort, dass tote Hunde nicht beißen, greift also in diesem Beispiel nicht.

Wir laden alle ein, die die Kampagne gegen Monsanto unterstützen, eine gründliche und möglichst objektive Analyse der gegenwärtigen Situation anzustellen, in der die gesamte Szenerie observiert und die vielfachen begünstigenden Faktoren in Betracht gezogen werden.

Wir, vom Zeitgeist Movement, sehen die dringende Notwendigkeit, das gegenwärtige sozio-ökonomische System in ein ressourcenbasiertes Wirtschaftsmodell zu überführen. Dies wird erreicht durch eine Veränderung des Wertesystems der Gesellschaft und durch die Entwicklung von kritischem analytischem Denken, welches uns ermöglichen wird, genauere Strategien zur Erlangung wirklichen und nachhaltigen Wandels zu entwickeln.

Wir streben nach Nachhaltigkeit, und wir verstehen die Verärgerung über die gleichgültige Haltung von Monsanto, weil wir erkennen, dass wir Teil eines Ökosystems sind, von dem wir alle abhängen und das wir schützen müssen. Doch es ist notwendig, die operativen Mechanismen des Aktivismus und des Wandels zu überdenken.

Wir laden Euch ein, auf zeitgeistmovement.de mehr über das Zeitgeist Movement zu erfahren sowie über das Modell einer ressourcenbasierten Wirtschaft unter ressourcenbasiertewirtschaft.de.